Karagwe Fire and Rescue Force

Fakten

Die Feuerwache, die den Namen „Karagwe Fire and Rescue Force“ trägt, hat ihren Sitz in Kayanga und wurde erst im Jahr 2014 gegründet. Neben dem Bezirksfeuerwehroffizier Peter Mmbare umfasst die Einheit noch sechs weitere hauptamtliche Kräfte. Ihr Einsatzgebiet schließt neben Karagwe mit etwa 332.020 Einwohnern (Stand 2012) auch den Gemeindebezirk Kyerwa ein, dessen Einwohnerzahl sich auf 321.026 (Stand 2012) beziffern lässt. Karagwe umfasst eine Fläche von etwa 5.134 km² und weist demnach eine Bevölkerungsdichte von 64,7 Einw./km² auf, während der Bezirk Kyerwa etwa 2.575 km² groß ist und eine Bevölkerungsdichte von 124,7 Einw./km² besitzt.

Zustand

Trotz großer Bemühungen seitens der Wehrleute ist die Effizienz der Brandbekämpfung, aufgrund der defizitären Ausstattung, oftmals stark eingeschränkt. Für die Löscharbeiten steht lediglich ein altes Tanklöschfahrzeug aus Japan zur Verfügung, das mit einem 1.000 Liter Löschwasserbehälter ausgestattet ist. Aufgrund des mangelhaften Ausbaus der Infrastruktur in dieser Region ist eine externe Wasserversorgung über Hydranten oder offene Löschwasserentnahmestellen, wie wir sie kennen und nutzen, nicht möglich, sodass das auf dem Fahrzeug zur Verfügung stehende Löschwasser bereits nach sehr kurzer Zeit aufgebraucht ist.
Im Falle eines Großbrandes ist die Besatzung somit gezwungen die Einsatzstelle zu verlassen, um den Löschwassertank erneut zu befüllen. Bei einem großen Schadensfeuer auf dem Markt in Kayanga im März 2017 musste das Tanklöschfahrzeug etwa 10 km bis zur nächstgelegenen Wasserquelle zurücklegen. Eine erfolgreiche Brandbekämpfung war demzufolge ausgeschlossen. Glücklicherweise kam bei diesem Brand keine Person körperlich zu Schaden, doch der gesamte Besitz zahlreicher Menschen wurde ein Raub der Flammen. Besonders für Familien, die von extremer Armut betroffen sind, hat ein solcher Verlust verheerende Folgen, da die Existenz der gesamten Familie ernsthaft bedroht ist.

Unser Einsatz

Die European Fire & Rescue Support Association e.V. möchte hier helfen und hat nach offizieller Anfrage der Stadt Karagwe seine Arbeit aufgenommen.